​Die Lage beim SV Darmstadt 98 bleibt weiterhin kritisch. Zwar lässt die Bilanz von sieben Spielen, in denen die Mannschaft von Trainer Dirk Schuster ungeschlagen ist, einiges an Hoffnung zu für die Darmstädter Fans, dem Abstieg in die dritte Liga noch zu entkommen, doch in der Tabelle helfen die elf gesammelten Punkte nicht wirklich. Der rettende Relegationsplatz ist weiterhin vier Punkte entfernt.


Es ist der 30. Spieltag und die Lilien liegen vier Punkte hinter dem Relegationsplatz sowie dem sicheren Platz des Klassenerhalts zurück. Trotz des überragenden Resultats von sieben ungeschlagenen Partien in Folge, droht den Lilien der Abstieg in die dritte Liga. Doch woran fehlt es bei den Lilien? 


Die Statistik der letzten sieben Spiele, fünf Remis und zwei Siege, zeigt, dass der Einsatz der Mannschaft keineswegs zu beschuldigen ist. Gegen Eintracht Braunschweig am vergangenen Spieltag überzeugte die Elf von Trainer Schuster. Schon zu Beginn übernahmen die Hessen sofort die Kontrolle des Spiels und hatten gute Gelegenheiten, die jedoch nicht verwertet wurden. Dabei befand sich die Mannschaft fast ausschließlich in der gegnerischen Hälfte, doch zum Abschluss kam sie nicht. In der 39. Minute hatte die Eintracht dann die Möglichkeit auf die Führung durch einen Freistoß, der von Slobodan Medojevic ins eigene Tor befördert wurde. 1:0 für die Gäste. Dieser eigens verschuldete Rückstand hatte zur Folge, dass die Darmstädter zunächst völlig aus dem Konzept waren und sich auch in der zweiten Hälfte kaum auffällig zeigten. Erst durch den Elfmeter in der 73. Minute, den Tobias Kempe verwandelte und damit sein Team wieder ins Spiel brachte, zeigte sich die alte Stärke der Lilien wieder. Für drei Punkte reichte es trotzdem nicht. 


Abwehrmann Romain Bregerie zeigte sich sichtlich niedergeschlagen nach dem unverdienten Remis. "Das Unentschieden heute ist schon ein wenig frustrierend. Wir waren klar besser, hätten gerne den Sieg geholt und uns mit drei Punkten belohnt", so der 31-jährige Franzose. "Die Möglichkeiten hatten wir, aber leider ist das Tor nicht gefallen. Jeder hat gesehen, dass wir heute alles gegeben haben und den Sieg wollten. Das Quäntchen Glück war aber nicht auf unserer Seite. Wir wollten unbedingt gewinnen und so haben wir auch gespielt."

Auch Trainer Schuster ist überzeugt davon, dass seiner Mannschaft ein Sieg zugestanden hätte.

"Meine Mannschaft ist an die Grenze und darüber hinaus gegangen und hat vor allem in der ersten Halbzeit guten Fußball gespielt." Nur mit der Chancenverwertung seiner Mannschaft war der 50-Jährige nicht zufrieden. "Wir haben viel investiert und waren der Statistik nach die etwas bessere Mannschaft, doch es zählen nur die Tore", bemängelte der 98-Coach. 


Schaut man nun auf die aktuelle Tabellenlage und behält im Hinterkopf, dass in dieser Saison lediglich noch vier Spieltage übrig sind, wird klar, dass Darmstadt 98 die Zeit davon rennt. Ein Sieg beim nächsten Spiel gegen den SV Sandhausen ist notwendig. Das wissen auch die Spieler. Stürmer Felix Platte animierte in einem Interview die Fans des Clubs. "In Sandhausen wollen wir den nächsten Schritt machen und hoffen dort auf zahlreiche Unterstützung unserer Fans, um aus dem Spiel ein kleines Heimspiel zu machen."