​Nach der 2:0-Niederlage bei der TSG Hoffenheim ist der Abstieg des Hamburger SV so gut wie besiegelt. Mit mindestens fünf Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz (Mainz kann heute Abend noch auf acht Punkte enteilen) ist der Liga-Dino kaum noch zu retten. HSV-Legende Felix Magath hat kaum noch gute Worte für seinen Ex-Verein übrig.


"Der HSV war schon in den letzten Jahren ein Verein, der in Fußballdeutschland nicht mehr ernst genommen wurde", betonte Magath in einem Gespräch mit NDR Sportclub und NDR 90,3. In den letzten Jahren stand der HSV bereits zweimal in der Relegation und setzte sich jeweils denkbar knapp gegen den Zweitligisten durch. In Zeiten von Felix Magath Anfang der 1980er holte der HSV noch die deutsche Meisterschaft und den Pokal der Landesmeister.



"Es wird überhaupt nicht darüber gesprochen, dass ständig Geld verschleudert wird für eigenes Unvermögen. Die Verantwortung dafür trägt niemand", so Magath weiter. "Was mittlerweile unter der Bezeichnung 'HSVer' für den Verein tätig ist, da würde ich diese Bezeichnung nicht verwenden." Millionär Klaus-Michael Kühne pumpt jährlich mehrere Millionen in den Verein - ohne Erfolg. Der Liga-Dino dümpelt seit Jahren in den unteren Tabellenregionen umher.

 


Nicht wenige Fußball-Fans in Deutschland "gönnen" den Rothosen daher den Abstieg. Für Magath ein Armutszeugnis für den Verein. "Hermann Rieger würde sich im Grab umdrehen, wenn er das, was jetzt hier passiert, mitansehen muss". Der 2014 verstorbene Rieger war über 30 Jahre lang Masseur beim HSV und gilt als Klub-Legende. Ein schmerzhafter aber wahrer Vergleich, den Felix Magath da zieht.