Als Robin Dutt am 12. Februar den Posten als Cheftrainer beim VfL Bochum übernahm, äußerten sich viele Beobachter ziemlich kritisch. Doch vergleichbar mit dem Siegeszug des ähnlich gering eingeschätzten Tayfun Korkut beim VfB Stuttgart, legte auch der 53-Jährige beim Revierklub eine beachtliche Serie hin. Nach dem erneuten Sieg gegen den 1. FC Kaiserslautern äußerte sich der Fußballlehrer im Bezug auf das Thema Aufstieg in die erste Liga vorsichtig optimistisch.​


Der Sieg gegen die 'roten Teufel' ist der vierte Erfolg in Serie für den ​VfL. Eine Woche zuvor hatte man sogar Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf mit 2:1 geschlagen. Durch den Erfolg sprangen die Bochumer zumindest kurzfristig auf den fünften Tabellenplatz und konnten den Abstand zum Relegationsplatz auf drei Punkte verkürzen. Die Partien der ersten drei am 30. Spieltag stehen jedoch noch aus.

Die positive Entwicklung der letzten Wochen führte nun dazu, dass sich der ehemalige Sportdirektor des DFB etwas aus der Deckung herausgewagt hat und das Thema Aufstieg nicht mehr kategorisch ablehnt. "Warten wir noch den Spieltag ab. Vielleicht können wir dann Anfang nächster Woche noch einmal auf die Frage antworten. Wenn es am Ende dann natürlich neun Punkte nach unten sind und drei nach oben, dann schauen wir mal, wie wir damit umgehen", so der Fußballlehrer gegenüber Reviersport.


So oder so hat das Team von Robin Dutt gute Karten im engen Rennen um die begehrten Aufstiegsplätze, schließlich geht es in den verbleibenden vier Spielen noch gegen drei Abstiegskandidaten. Angesichts von 43 Punkten scheint zumindest der Klassenerhalt der Bochumer in trocken Tüchern zu sein, dennoch will Dutt weiterhin auch von Spiel zu Spiel denken: "Großes Kompliment an die Mannschaft, sie hat Unglaubliches geleistet. Wir wollen aber nicht zu früh unsere Ziele korrigieren."