Christian Titz im Profil: Das ist der neue HSV-Coach

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Der Hamburger SV hat nach nur sieben Wochen mit Bernd Hollerbach die Reißleine gezogen und den sieglosen Coach wieder entlassen. Wie der Bundesliga-Dino am Montagnachmittag verkündete, übernimmt der bisherige U21-Trainer Christian Titz mit sofortiger Wirkung vorerst bis zum Saisonende als Nachfolger des Würzburgers. 

Der gebürtige Mannheimer Christian Titz ist staatlich geprüfter Betriebswirt, 46 Jahre alt und betreute nach Tätigkeiten unter anderem bei Alemannia Aachen, dem 1. FC Passau, der U15-Nationalmannschaft der USA und Viktoria Köln bis zuletzt die U21 des Hamburger SV, mit der er auf Tabellenplatz eins der Regionalliga Nord steht. Als Fußballspieler schaffte er es bis in die Regionalliga, wo er sechs Pflichtspiele für den SC Idar-Oberstein bestritt. 

Mit einigen Spielern des Hamburger SV hatte er durch seine dreijährige Tätigkeit im Nachwuchs bereits Kontakt, vor allem zu Mittelfeldmann Lewis Holtby pflegt er eine enge freundschaftliche Beziehung. Dieser dürfte sich nun wohl am meisten über die ​Neubesetzung des Trainerpostens freuen, spielte er doch unter den beiden letzten Übungsleitern Markus Gisdol und Bernd Hollerbach keine Rolle mehr. Mit Marcus Noack teilen sich beide noch heute den selben Berater. 

Laut dem Portal Coaching Zone soll der neue Mann an der Seitenlinie sehr detailversessen und akribisch sein, die Arbeit auf dem Trainingsplatz könne bei ihm mitunter auch mal 150 Minuten dauern. Titz soll sich bereits nach der Entlassung Markus Gisdol angeboten und dabei erklärt haben, was er ändern würde, um die Situation zu verbessern und das Ruder bei den Rothosen noch rumzureißen - dies kam beim damaligen Vorstandschef Heribert Bruchhagen allerdings nicht besonders gut an, weshalb er keine Chance erhielt. 

Nachdem es in den letzten Wochen unter Hollerbach also keine Besserung gegeben hatte und man weiterhin auf dem vorletzten Tabellenplatz in Richtung erstmaligem Abstieg der Vereinsgeschichte marschiert, erhält Titz nun also doch noch - wenn auch mit etwas Verspätung - seine Chance bei den Profis der Elbstädter.