Die Trainer-Installation von Tayfun Korkut erschütterte die Fanwelt des VfB Stuttgart. Doch auch andere Kandidaten wurden rund um den Cannstatter Wasen zuvor gehandelt. Einer, mit dem sogar Gespräche geführt wurden, kommt aus der zweiten Liga.


​Die Entlassung von Hannes Wolf ist gut eine Woche her. Doch der Stuttgarter Brandherd lodert weiter und weiter – und hört wohl auch in Zukunft nur schwerlich auf, Funken zu versprühen. Nachdem der Bundesligist die Reißleine gezogen hatte, wurden zahlreiche Kandidaten auf Wolfs Nachfolge gehandelt.


​Unter anderem auf der Liste notiert war Kenan Kocak, der beim SV Sandhausen hervorragende Arbeitet leistet. Laut einem Bericht der Bild war der Deutsch-Türke heißer Kandidat am Cannstatter Wasen. Zwischen ihm und Sportvorstand Michael Reschke hat es demnach bereits am vergangenen Sonntag ein Gespräch gegeben.

SV Sandhausen v FC St. Pauli - Second Bundesliga

War ein heißer Kandidat beim VfB: Kenan Kocak



„An Spekulationen beteilige ich mich nicht und habe das auch nie. Meine Konzentration gilt meiner Mannschaft und der kommenden Aufgabe in Düsseldorf“, so Kocak. Warum es am Ende nicht zur Einigung kam, ist nicht bekannt. Erst im Januar verlängerte der 37-Jährige seinen auslaufenden Vertrag bis 2020 – mit Ausstiegsklausel.


Die Sache ist jedoch Schnee von gestern. Für den VfB zählt es gleich am ersten Spiel unter Neu-Trainer Tayfun Korkut. Beim Auswärtsspiel gegen den VfL Wolfsburg am Samstag (15.30 Uhr) muss unbedingt ein Sieg für die Stuttgarter her. Gegen den direkten Konkurrenten im Abstiegskampf wären drei Punkte Balsam für die aufgebrachte Fanseele. Und auch für Korkut würde es den Einstieg erleichtern.