​Borussia Mönchengladbach hat am 15. Spieltag der Bundesliga überraschend mit 0:1 beim abstiegsbedrohten SC Freiburg verloren. Nachdem man bereits in der vergangenen Woche Kritik am Videoschiedsrichter äußerte, spielte in den Augen der "Fohlen" auch am Dienstagabend wieder eine gewichtige Rolle.


Wie der ehemalige Freiburger Matthias Ginter nach Abpfiff gegenüber borussia.de erklärte, sei die Entscheidung auf Elfmeter in seinen Augen ziemlich merkwürdig und vor allem sehr spät getroffen worden. "Bis zum Elfmeter war es ein typisches 0:0-Spiel. Wenn man sich die Szene mit Vestergaard und Petersen im TV anschaut, kann man mit Sicherheit auf Strafstoß entscheiden, aber es ist schon etwas seltsam, wenn so etwas ein bis zwei Minuten später gepfiffen wird." 


Neben dem Gladbacher Innenverteidiger haderte auch Mittelfeldmotor Christoph Kramer mit der Entscheidung, die letztlich zum entscheidenden Tor durch Nils Petersen führte. "Die Szene mit dem Elfmeter finde ich zumindest diskussionswürdig, denn bei jeder Ecke gibt es ähnliche Berührungen. Die Schiedsrichter können auch nichts dafür, aber als Spieler ist man etwas genervt von dem Videobeweis."

Sport-Club Freiburg v Borussia Moenchengladbach - Bundesliga

Hängende Köpfe: Die Enttäuschung sitzt tief nach der unerwarteten Niederlage beim Sportclub



Auch wenn man sich das Spiel sicher "anders vorgestellt" hatte, erkannte Coach Dieter Hecking die verdiente Niederlage an. "Freiburg hat absolut verdient gewonnen. Nicht der Videobeweis war entscheidend für unsere Niederlage, sondern zum einen unsere Leistung und zum anderen die Leistung der Freiburger. Wir hatten uns das anders vorgestellt, waren aber gedanklich immer einen Schritt zu spät. Wir haben es nie verstanden, uns spielerisch zu befreien oder mal Druck aufzubauen. Entsprechend gab es kaum Abschlüsse von uns Richtung Tor. Und das ist natürlich zu wenig, um auswärts etwas mitzunehmen", so der 53-Jährige.