Unglückliche Niederlage für den HSV. 20 desaströse Minuten kosteten Hamburg beim 1:2 gegen Eintracht Frankfurt wichtige Punkte. Kurz vor Weihnachten geht an der Elbe erneut die Abstiegsangst um. Schlussmann Mathenia patzte beim Frankfurter Ausgleichstreffer, war sich hinterer aber keiner Schuld bewusst.


​Gewohntes Bild in Hamburg: Der HSV steht kurz vor Weihnachten wieder da, wo er sich in den letzten Jahren häufig wiederfand - auf dem Relegationsplatz. Nach dem 3:0-Heimsieg gegen Hoffenheim und den beiden torlosen Unentschieden in Freiburg und gegen Wolfsburg mussten die Hanseaten am vorletzten Hinrunden-Spieltag den nächsten Rückschlag hinnehmen. Die 'Rothosen' mussten sich Eintracht Frankfurt mit 1:2 geschlagen geben.


Die Niederlage gegen auswärtsstarke Frankfurter war eigentlich völlig unnötig. Der HSV begann druckvoll und ging bereits nach neun Minuten durch Kyriakos Papadopoulos verdient in Führung. Es folgte der schnelle Ausgleich und eine unerklärliche Schwächephase der Hamburger, in der die Gäste ihre 2:1-Führung noch deutlicher hätten ausbauen können.

Mathenias Patzer leitete die Wende ein


"Wir sind sehr gut reingestartet in die Partie", meinte auch HSV-Schlussmann Christian Mathenia im NDR-Interview. "Dann haben wir 20 Minuten in der ersten Halbzeit komplett neben uns gestanden", so der 25-Jährige weiter. Die frühe Führung der Hausherren glich Marius Wolf mit dem ersten Frankfurter Torschuss nur sieben Minuten später aus. In der 24. Minute sorgte Mijat Gaćinović für das 2:1. Ante Rebic und vor allem der junge Gäste-Angreifer Luka Jović hätten das Ergebnis weiter ausbauen können. So hatte der HSV Glück, dass es nicht mit einem größeren Rückstand in die Pause ging.


Beim Ausgleich von Wolf machte Hamburgs Schlussmann keine glückliche Figur. Den Schuss ins kurze Eck ließ der 25-Jährige durch die Hände rutschen. Nach dem Spiel wollte Mathenia den Gegentreffer aber nicht auf seine Kappe nehmen: "Es ist ein sehr harter Schuss gewesen. Der Ball hat sich auch gar nicht bewegt. Der ist komplett von mir weggeflattert. Ich denke nicht, dass man von einem klaren Torwart-Fehler sprechen kann."

Mit dieser Ansicht stand Mathenia wohl ziemlich alleine dar. Den Treffer hätte er verhindern müssen. So bleibt es nicht die erste unglückliche Aktion des Hamburger Schlussmanns in der laufenden Spielzeit. Die Drangperiode der Frankfurter hat er mit seinem Patzer mit eingeleitet.


HSV drängte auf den Ausgleich


Doch nach der unerklärlichen Unordnung vor der Pause kamen die Hamburger im zweiten Durchgang stark verbessert zurück. Der HSV erspielte sich einige gute Gelegenheiten zum Ausgleich, Frankfurt beschränkte sich auf die Verteidigung der Führung. Am Ende wollte der Ball aus Sicht der Hamburger nicht mehr ins Tor - es blieb beim glücklichen 2:1 für die Eintracht.


Der HSV steckt zum Ende der Hinrunde damit wieder tief im Abstiegskampf. Sollte Werder Bremen am Mittwochabend in Leverkusen punkten, würde das Team von Trainer Markus Gisdol sogar auf Rang 17 abrutschen.