Paulo Fonseca wurde dem FC Bayern wohl als Nachfolger von Jupp Heynckes angeboten. Der portugiesische Meister-Trainer von Schachtjor Donezk wäre im Sommer ablösefrei zu haben. Doch wer ist "Zorro" Fonseca eigentlich?


​Es wäre eine völlig unerwartete Lösung bei der Suche nach einem Heynckes-Nachfolger. Wie die SportBild berichtet, wurde dem FC Bayern Guardiola-Kumpel Paulo Fonseca angeboten. Der Trainer des ukrainischen Meisters Schachtjor Donezk sei von einem Agenten gegenüber Bayerns Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge und Sportdirektor Hasan Salihamidic ins Spiel gebracht worden.

Mit den Ukrainern gewann Fonseca am Mittwochabend in der Champions League gegen Manchester City mit 2:1 und schaffte so als Gruppenzweiter den Einzug in das Achtelfinale. Anschließend löste der Portugiese auf der Pressekonferenz eine ​kuriose Wette ein. Fonseca hatte seinen Spielern versprochen, sich als Zoro zu verkleiden, sollte in der Gruppe mit den favorisierten 'Skyblues' und SSC Neapel die Qualifikation für die K.-o.-Phase der 'Königsklasse' gelingen.


Ohne Erfahrung bei Topklubs


Doch wer ist der Trainer von Schachtjor Donezk eigentlich? Der 44-jährige Portugiese wurde in Maputo, der Hauptstadt von Mosambik geboren. Als Spieler trat Fonseca nicht groß in Erscheinung. Auf 15 Einsätze in Portugals erster Liga kam der ehemalige Innenverteidiger.


Seit 2005 ist Fonseca als Trainer tätig und arbeitete vor seinem Wechsel in die Ukraine ausschließlich in seiner Heimat. Beim FC Porto, den größten Klub, bei dem Fonseca bislang an der Seitenlinie stand, wurde er 2014 nach neun Monaten entlassen. Im Sommer 2016 wechselte er von Sporting Braga an die Seitenlinie des ukrainischen Meisters. In seiner Premieren-Saison konnte der 44-Jährige den Titel in der Ukraine direkt verteidigen, scheiterte in der Champions-League-Qualifikation allerdings unglücklich an den Young Boys Bern. Donezk musste sich gegen die Schweizer im Elfmeterschießen geschlagen geben. In der Europa League schied sein Team gegen Celta Vigo in der Zwischenrunde aus.


Fonsecas Vertrag in Donezk läuft im Sommer 2018 aus, er wäre damit ablösefrei zu haben. Für den mit Ex-Bayern-Trainer Pep Guardiola befreundeten Portugiesen wäre der FC Bayern der nächste Schritt in seiner Trainerkarriere und der erste bei einem europäischen Spitzenklub.

Es gilt allerdings als eher unwahrscheinlich, dass die Bayern ernsthaftes Interesse an Fonseca haben. Neben seiner nicht vorhandenen Erfahrung bei einem Verein wie dem FC Bayern, stehen wohl auch die mangelnden Sprachkenntnisse im Wege - ein Kriterium, auf das die Verantwortlichen in München nach Carlo Ancelotti besonders wert legen. So sei laut SportBild weiter Thomas Tuchel als der Favorit für die Heynckes-Nachfolge im Sommer.


Aber wer weiß: Vielleicht legt Kumpel Guardiola ein gutes Wort bei den Bayern ein. In der Ukraine hat der Portugiese auf jeden Fall seine Qualitäten unter Beweis gestellt und auch die Sprache schnell erlernt.