​Von 1986 bis 2013 trainierte Sir Alex Ferguson die 'Red Devils' und konnte in 27 Jahren und 1500 Pflichtspielen 38 Titel mit Manchester United gewinnen. Einer der größten Erfolge des Schotten war dabei wohl auch ein Transfer, nämlich der des spanischen Torhüters David de Gea, der 2011 von Atlético Madrid auf die Insel wechselte und dort zu einem der besten Torhüter der Welt reifte. Die spanische Zeitung Mundo Deportivo beschreibt nun die Art und Weise, wie der Transfer damals vonstatten ging.


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Im September besuchte 'Fergie' seinen langjährigen Ex-Verein im Stadion. Sechs Jahre zuvor war er für die Verpflichtung von David de Gea verantwortlich.


Die Anekdote wird von Eric Steele geschildert, der am 4. August 2008 Torwart-Trainer von Manchester United wurde und den Verein erst wieder verließ, als David Moyes nach dem Rücktritt von Ferguson als neuer Trainer vorgestellt wurde.


Er schildert die Jagd um den spanischen Torwart wie folgt: "Ich kann mich nur an zwei Partien erinnern, die Sir Alex Ferguson bei Manchester United verpasst hat. Er verpasste im Jahr 2000 ein Manchester-Derby aufgrund der Hochzeit seines Sohnes. Das andere Mal? Um David de Gea zu scouten. Ich kam 2008 zu Manchester United und von da an mussten wir uns auf den Tag vorbereiten, an dem Edwin van der Sar zurücktreten würde. Ich war davon überzeugt, dass ein 19-jähriger David de Gea der Richtige wäre, um ihn zu ersetzen."


Schließlich wandte sich Steele an Ferguson. "Ich zeigte ihm einen dreiminütigen Zusammenschnitt auf DVD und wir beobachteten De Gea im Spiel zwischen Atlético Madrid und dem FC Valencia am Abend, als United gegen Scunthorpe im Ligapokal spielte. Sir Alex wusste nach 65 Minuten, dass er die richtige Verpflichtung sein würde. David zeigte Beherrschung, Konzentration und Reflexe. Er zeigte einmal eine hervorragende Parade durch viele Körper hindurch. Es war eine mutige Entscheidung, 17 Millionen Pfund für einen Teenager zu überweisen."


Im weiteren Verlauf kritisierten beide den jungen Torhüter nicht, ermutigten ihn stattdessen zum Wechsel, der letztlich auch vollzogen wurde. Letztlich gewann de Gea an Stärke und Physis, die ihm anfangs noch fehlte, ohne dass der Schotte den Torhüter jemals anschreien oder das Trainingsprogramm ändern musste.

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Nur Courtois komme laut dem Torwart-Trainer an David de Gea heran, welcher für ihn allerdings der beste Torhüter der Welt sei.


"Nun ist er der beste Torhüter der Welt", so Steele weiter. "Nur Thibaut Courtois kommt in England an ihn heran, aber David ist der Beste. Er verdient es, im selben Atemzug wie Peter Schmeichel erwähnt zu werden. Peter kam im Alter von 27 Jahren nach Manchester, Edwin war 35. David kommt mit 27 gerade erst in seine besten Jahre. Glaubt mir, er wird nur noch besser werden."