Nach der 2:3-Niederlage in Madrid ist die Ernüchterung bei den Borussen groß. Die Dortmunder konnten in der Champions League kein einziges Spiel gewinnen und ziehen mit mickrigen zwei Zählern glücklich in die Europa League ein. Dennoch machten einige Phasen im Spiel gegen die Königlichen Hoffnung.


Bereits nach 13 Minuten lagen die Schwarz-Gelben mit 0:2 zurück. Die Anhänger des Bundesligisten machten sich schon auf das Schlimmste gefasst. Doch die Mannschaft von Trainer Peter Bosz zeigte Moral und kämpfte sich durch zwei Treffer von Pierre-Emerick Aubameyang wieder ins Spiel zurück.


Zwar schalteten die Madrilenen nach ihrer frühen Führung sichtbar einige Gänge zurück, dennoch ist die zwischenzeitige Aufholjagd des BVB ein Achtungserfolg. Den Spaniern gelang in der Schlussphase zwar noch der verdiente Siegtreffer, durch die Leistungssteigerung der BVB-Spieler im Laufe der Partie, konnten sie jedoch die Champions-League-Bühne mit erhobenem Haupt verlassen.

Das große Engagement der Spieler wird auch durch die Statistiken des Spiels belegt. So liefen die Spieler des BVB mit insgesamt 118,6 Kilometern deutlich mehr als das Starensemble von Real (114,8 Kilometer).


​Auch spielerisch konnten die Dortmunder phasenweise gut mithalten. Nach der Partie zeigte sich auch Peter Bosz mit dem Spiel seiner Mannschaft nach dem frühen Rückstand gegenüber goal zufrieden: "Wir haben zu lange nicht gezeigt, dass wir gut Fußball spielen können. Heute haben wir es wieder gezeigt."


Personell stachen im Mittelfeld Shinji Kagawa und Mahmoud Dahoud heraus. Die beiden spielstarken Mittelfeldspieler konnten durch ihre hohe technische Qualität einige gefährliche Angriffe einleiten und bereiteten der Defensive der Königlichen einige Kopfschmerzen.

Auch Christian Pulisic konnte ab und zu andeuten, wieso er als eines der vielversprechendsten Offensivtalente in Europa gilt. In einer Szene setzte er Kagawa traumhaft in Szene, der Japaner ließ die Großchance jedoch fahrlässig liegen.


Marcel Schmelzer zeigte sich mit einer Passquote von 89 Prozent sehr ballsicher. Zudem konnte der 29-Jährige 80 Prozent seiner Zweikämpfe gewinnen. Auch im Spiel nach vorne konnte der Kapitän glänzen. Vor dem 1:2 erkämpfte er sich stark den Ball von Lukas Vasquez und bediente mit einer Sahneflanke Aubameyang. 


Am Samstag treffen die Borussen zuhause auf Werder Bremen. Wenn es der Mannschaft gelingt, über 90 Minuten ihr Potenzial abzurufen, haben die Borussen gute Chancen, nach elf sieglosen Spielen in Liga und Pokal endlich mal wieder einen Dreier einzufahren