Dominik Kaiser könnte RB Leipzig schon im Winter verlassen. Seit seinem dritten Aufstieg in fünf Jahren mit den Leipzigern kommt der ehemalige Kapitän nicht mehr zum Zug. Sportdirektor Ralf Ragnick plant ohne den 29-Järhigen. Trainer Ralph Hasenhüttl ist gesprächsbereit.


2012 wechselte Dominik Kaiser von 1899 Hoffenheim zu RB Leipzig in die Regionalliga. Als langjähriger Kapitän führte er die 'Roten Bullen' bis in die Bundesliga. Nach fünf Jahren und 159 Spielen könnte die Zeit für den 29-Jährigen in Leipzig aber bald enden - womöglich schon im Winter.

Denn Kaiser ist unzufrieden, seine Situation ist im Prinzip ähnlich wie vor fünf Jahren in Hoffenheim. Seit dem Aufstieg ins Oberhaus kommt der Mittelfeldspieler nur noch sporadisch zum Einsatz. In der Bundesliga-Premierensaison immerhin noch 25-mal, auch wenn er als Spielführer nur in sieben Partien in der Startelf stand. Im Sommer wurde er dann als Kapitän durch Wili Orban ersetzt. Trotzdem machte sich Kaiser Hoffnungen auf weitere Einsätze.


Wenige Monate später hatten sich diese zerschlagen. Auf 15 Bundesligaminuten kommt Kaiser verteilt auf drei Kurzeinsätze. Dreimal stand er gar nicht erst im Aufgebot von Trainer Ralph Hasenhüttl, weshalb der bodenständige Profi seine Situation realistisch einschätzen kann: Sie sei "ähnlich, wie es vor einigen Jahren war, als ich in Hoffenheim nicht gespielt habe und gesagt habe, ich will auf dem Platz stehen.“

Sein Trainer signalisierte bereits Gesprächsbereitschaft hinsichtlich eines Wechsels. Sportdirektor Ralf Rangnick hat Kaiser wohl schon mitgeteilt, dass man langfristig nicht mehr mit ihm plane. Der Vertrag des ehemaligen Spielführers endet im kommenden Sommer. "Wir halten es so, wie wir es immer gemacht haben. Mit Spielern, denen wir nicht das darstellen können, was sie sich wünschen, setzen wir uns zusammen. Klar ist, wenn man nicht zufrieden ist, weil wir die Einsatzzeiten nicht geben können, versucht man, eine Lösung zu finden. Da schaut man, was für Alternativen für die Jungs möglich sind“, so der Österreicher.


Die Zeichen stehen auf baldige Trennung, auch wenn Kaiser nichts überstürzen möchte: "Ich lasse mal die kommenden Wochen auf mich zukommen. Ich traue mir immer noch zu, das ein oder andere Spiel zu machen. Aber ich sehe ja, dass die Konkurrenz sehr groß ist.“