Drei bis fünf Monate, so lautete die prognostizierte Ausfallszeit im August, als Peter Niemeyer unters Messer kam. Der 33-jährige Defensivspezialist von Darmstadt 98 unterzog sich damals einer Operation an der Ferse. Nach neun Wochen Pause für den Routinier macht Niemeyer Fortschritte, wie der Kicker nun bekannt gab.


Trainer Torsten Frings vermisst ihn schmerzlich - seit vergangenem August steht Innenverteidiger Peter Niemeyer dem Coach der Lilien nicht zur Verfügung. Doch wie der Kicker verriet, macht der 33-Jährige in seinem Reha-Programm Fortschritte.


"Peter fehlt mit seiner Mentalität natürlich an allen Ecken und Enden, aber es sieht richtig gut aus, er fängt jetzt langsam mit dem Training auf einem entlastenden Laufband an", erläuterte Frings die Lage seines Schützlings. Im Rehazentrum steigt Niemeyer dieser Tage auf ein Schwerkraft-Laufband, das eine Entlastung des eigenen Körpergewichts ermöglicht. Die Achillessehne des Abwehrrecken ist chronisch gereizt und mit den neumodernen Mitteln kann man so den früheren Einstieg ins Lauftraining realisieren. 


Niemeyer hofft auf Comeback vor der Winterpause


Wann Peter Niemeyer sein Comeback bei den Lilien feiern wird, ist noch unklar. Der Innenverteidiger will sich zudem mit konkreten Prognosen nicht unter Druck setzen lassen, hofft aber insgeheim auf eine schnelle Rückkehr in den Darmstädter Kader - noch vor der Winterpause. "Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen", sagt er mit einem Augenzwinkern, "die Reha verläuft gut, ich arbeite jeden Tag hart für eine Rückkehr."


Die Lilien müssen am Montagabend gegen den 1. FC Nürnberg antreten. Im Top-Spiel der 2. Bundesliga will das Team von Torsten Frings wieder in die Siegerstraße einbiegen und die jüngste 0:3-Niederlage beim FC Ingolstadt vergessen machen. Aufgrund des Ausfalls von Niemeyer ist die Personaldecke in der Innenverteidigung recht dünn. Deswegen ist Frings froh, dass seine Mannschaft erst wieder am Montag antreten muss. Denn dann wird auch Kapitän Aytac Sulu (grippegeschwächt) wieder einsatzbereit sein. Ansonsten stünde der 23-jährige Däne Patrick Banggaard bereit. "Er hat sehr gut trainiert in den vergangenen Wochen und wird sicher wieder einmal eine Chance bekommen", kündigt Frings an.