Auf dem Trainingsplatz des 1. FC Nürnberg geht es familiär zu. Ganz besonders in der Länderspielpause, wenn einige Profis mit ihren Nationalteams unterwegs sind. Club-Trainer Michael Köllner beorderte daher einige Nachwuchskicker ins Training der Profis - mit dabei sein Stiefsohn Alexander Freitag.


Alexander Freitag

Alexander Freitag spielt seit dieser Saison für die U19 des 1. FC Nürnberg in der A-Jugend Bundesliga Süd/Südwest. Im Sommer wechselte der Mittelfeldspieler von Unterhaching zu den Franken. Für die A-Jugend des Clubs kam Freitag bisher in allen sieben Saisonspielen zum Einsatz, viermal stand er dabei in der Startelf. Soweit nichts ungewöhnliches, auch dass der Linksfuß in der Länderspielpause zum Training der Profis beordert wurde. Durchaus üblich, dass der Kader mit Nachwuchskräften aufgefüllt wird, wenn viele Spieler mit ihren Nationalmannschaften unterwegs sind.


Ungewöhnlich ist jedoch Freitags Verhältnis zu Trainer Michael Köllner. Der Nachwuchskicker ist der Sohn von Köllners Freundin Petra und lebt zusammen mit dem 47-Jährigen unter einem Dach. Schon in der U10 von Jahn Regensburg war Köllner der Coach von Freitag. Über die Jahre hat der Linksfuß so natürlich ein enges Verhältnis zu Köllner aufgebaut: "Ich habe eine sehr enge Bin­dung zu ihm, wir spre­chen daher na­tür­lich viel mit­ein­an­der. Ich sehe das nicht als Nach­teil an, dass ich mit dem Trai­ner zu­sam­men wohne", so Freitag gegenüber der Bild. Unter den Augen seines Stiefvaters steht er aber unter besonderer Beobachtung. "Da ich ihn schon als klei­nes Kind trai­niert habe, muss er mehr leis­ten als an­de­re", gibt Köllner zu.