Schon seit Jahren birgt die Ausgliederung der Profiabteilung großen Diskussionsstoff beim 1. FC Nürnberg. Am vergangenen Wochenende wurde die Jahreshauptversammlung des Clubs abgehalten. Reporterlegende Günther Koch wurde für die kommenden drei Jahre wieder in den Aufsichtsrat gewählt. Der Ur-Clubberer spricht in einem Interview über die geplante Ausgliederung.


„Hallo, hier ist Nürnberg, wir melden uns vom Abgrund“ - das ist wohl der Satz, mit dem man automatisch die Radiolegende Günther Koch assoziiert. Der mittlerweile 75-Jährige wurde am vergangenen Wochenende wieder für die kommenden drei Jahren in den Aufsichtsrat des 1. FC Nürnberg gewählt. Sein Traum sei es, mit dem FCN-Fanradio den Club noch mal aus der Bundesliga zu kommentieren, dann aber nicht vom Abgrund, sagt Koch der Bild: „Und dann noch einmal jubeln kann: ‚Tor für die Clubberer gegen Bayern.‘“

Das Nürnberger Aufsichtsratsmitglied gilt als einer der Befürworter der Ausgliederung der Fußballabteilung. „Wir brauchen die Ausgliederung. Erst dann wird sich mein Traum erfüllen können. Ich bin zwar nur ein Neuntel des Aufsichtsrates, aber ich werde aufgrund meiner vier Jahrzehnte Club- und Medien-Erfahrung dort schon gehört“, führt Koch aus. Er könne sich vorstellen, dass Michael Meske und Thomas Grethlein das Projekt „nach den Ergebnissen der Mitgliederversammlung jetzt mit Nachdruck anschieben werden“.


Wann genau dieses Vorhaben in die Tat umgesetzt wird, steht derweil noch in den Sternen. Laut Koch sei das Wunschziel 2018: „Es wäre Gold wert, wenn wir es vielleicht schon im Mai schaffen könnten.“ Ob sich auch die Mitglieder für eine Ausgliederung öffnen, bleibt hingegen offen. Ein großer Teil der Fans hält nichts von derartigen Vorhaben, da sie mit einem Werte- und Traditionsverfall rechnen.