Lange Zeit hatte Vincenzo Grifo auf sein erstes Spiel im Trikot der Gladbacher Borussia warten müssen. Über Wochen hinweg musste sich der sechs Millionen Euro teure Neuzugang vom SC Freiburg mit Knieproblemen herumschlagen. Inzwischen ist der Freistoßkünstler aber wieder vollends genesen und drängt auf seinen ersten Startelf-Einsatz.


Wenn Borussia Mönchengladbach am Sonntag (18.00 Uhr) zum Auswärtsspiel bei Werder Bremen antritt, könnte ein bisher nahezu unbekanntes Gesicht in der Startformation von 'Fohlen'-Coach Dieter Hecking stehen. Vincenzo Grifo setzte eine Kapselverletzung im Knie über mehrere Wochen zu, nun ist er wieder fit. Er habe schon vor seinem Wechsel nach Gladbach gewusst, dass viele gute Spieler in der Mannschaft stehen und diese auf verschiedene Art und Weise helfen können, sagt er der Bild.

Borussia Moenchengladbach v Hannover 96 - Bundesliga

Vincenzo Grifo (r.) will einmal für Italien spielen



Grifo weiter: „Mein Ziel ist es trotzdem, immer zu spielen. Wenn ich auf der Bank zufrieden wäre, wäre ich hier falsch.“ Noch in seiner Freiburger Zeit war er in der Offensive nahezu unantastbar, durch seine Knieverletzung muss er sich ähnlichen Status am Niederrhein erst noch erkämpfen. Sein höheres Gehalt, das er in Gladbacher beziehe, tröste ihn indes nicht darüber hinweg, dass er noch wenig zum Einsatz in dieser Saison kam. Im Heimspiel gegen Hannover 96 (2:1) am vergangenen Spielt gab er sein Debüt für den VfL – und lieferte seine erste Torvorbereitung.


Geboren in Pforzheim, schlägt sein Herz trotz alledem nur für Italien. „Ich habe gar keinen deutschen Pass. Bei mir zuhause wird italienisch gelebt, gegessen und gesprochen“, sagt der 24-jährige Grifo, „mein Herz schlägt einfach für Italien. Und mein Traum ist es, mal für die italienische Nationalelf zu spielen.“ Sein Idol Gianluigi Buffon habe er noch nicht kennengelernt, aber: „Er ist natürlich für jeden Italiener ein echtes Idol. Er ist total sympathisch, ein herausragender Typ. Es wäre genial, mit ihm zusammen für mein Heimatland zu spielen.“