Lange Zeit musste der 1. FC Nürnberg auf die Rückkehr von Tim Leibold warten. Der linke Außenbahnspieler hatte über ein Dreivierteljahr an einer Schambeinentzündung zu knabbern, wobei er sich zudem einer Leistenoperation unterzog, bei der er den Termin unglücklich wählte. Zurück kam er aber wieder als absoluter Leistungsträger, was auf dem Transfermarkt bereits Begehrlichkeiten weckte. Zur Krux wird sein auslaufender Vertrag, über den zuletzt nicht gesprochen wurde.


Der Hamburger SV galt im Sommer als einer der interessierten Vereine, die Tim Leibold vom 1. FC Nürnberg loseisen wollten. Doch sowohl der Club als auch der Spieler selbst präferierte eine weitere Zusammenarbeit. Diese steht nun auf dem Prüfstand. In der laufenden Saison stand der 23-Jährige in jedem Pflichtspiel über die vollen Minuten auf dem Platz und präsentierte sich dabei in absoluter Hochform.


Sein Vertrag läuft am Saisonende aus, seit der letzten Transferperiode hat es keine Gespräche mehr gegeben. „Seit Transferschuss haben wir nicht mehr darüber geredet“, sagt Leibold der Bild, „im Moment herrscht diesbezüglich Stillschweigen.“ Ist ihm die Bundesliga bereits wichtiger als der Club? Er habe schon öfter formuliert, „dass ich in die Bundesliga will“. Ziel „Nummer eins“ sei es jedoch, dass er dieses Ziel mit dem Club realisiere.

1. FC Nuernberg v VfL Bochum 1848 - Second Bundesliga

Die Zukunft von Tim Leibold (v.) ist offen



Leibold weiter: „Und falls ja, dann würden wir auch über eine Verlängerung reden. Falls nicht, dann würden wir auch darüber reden. Welche Entscheidung dann getroffen wird, das wird man bald sehen.“ Nach neun Spieltagen in der 2. Bundesliga steht das Team von Trainer Michael Köllner aktuell auf dem fünften Tabellenplatz. Die junge Mannschaft ist immer wieder mal Leistungsschwankungen ausgesetzt, was am Ende den Aufstieg verderben könnte.


Und beim FCN? Da gibt man sich indes gelassen, was eine mögliche Verlängerung mit Leibold betrifft. „Stillschweigen ist ja nicht gleich Stillstand“, sagt Nürnbergs Sportchef Andreas Bornemann. „Sein Berater kennt unseren Standpunkt sehr wohl, und nicht immer liegt die Zurückhaltung bei Verhandlungen nur am Verein. Wir hoffen auf eine weitere positive sportliche Entwicklung. Dann steigen auch die Chancen auf eine Einigung.“