Erst die Unterschrift in Gladbach, dann in Düsseldorf - Florian Neuhaus hatte in der vergangenen Transferperiode brisante Tage durchlebt, als er zunächst bei der Borussia​ einen Fünfjahresvertrag unterschrieb und dann von Sportdirektor Max Eberl direkt weiter nach Düsseldorf verliehen wurde. Mittlerweile hat sich herausgestellt: ein klarer Gewinn für alle Beteiligten!


Florian Neuhaus erlebte im vergangenen Sommer eine Talfahrt der Gefühle, als er mit dem TSV 1860 München aus dem deutschen Unterhaus in die Regionalliga abstieg. Wenige Wochen später folgte dann der Sprung in die Bundesliga zu Borussia Mönchengladbach, wo man sich auf einen Fünfjahresvertrag einigte. Kurz darauf der nächste Tapetenwechsel. Anfang Juli war nämlich klar: Neuhaus wird für ein Jahr in die 2. Bundesliga zu Fortuna Düsseldorf ausgeliehen.


Neuhaus grüßt mit F95 von der Tabellenspitze


Kaum Teil des Kaders von Fortuna Düsseldorf, dauerte es nicht lange, bis Florian Neuhaus bei den Rheinländern Fuß fasste. Gleich im Auftaktspiel von F95 sicherte Neuhaus der Fortuna im Schlagabtausch mit Eintracht Braunschweig den ersten Saisonpunkt, als er mit einer insgesamt guten Vorstellung noch als Torjäger glänzte. Des Weiteren ist er im Spiel von Friedhelm Funkel Dreh- und Angelpunkt in der Düsseldorfer Schaltzentrale. Immer wieder erkämpft sich Neuhaus seine Bälle im Mittelfeld und überzeugt mit einer Ruhe am Ball und einem Auge für seine Teamkollegen. In acht Pflichtspielbegegnungen mit Fortuna Düsseldorf traf Neuhaus bereits dreimal.

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Gladbach zahlt für Neuhaus' Einsätze


Um Spielpraxis zu sammeln, installierte Gladbachs Sportdirektor Max Eberl eine sinnvolle Klausel in den Leih-Vertrag mit Neuhaus und Fortuna Düsseldorf. Pro Neuhaus-Einsatz erhalten die Flingeraner demnach 2.500 Euro von Borussia Mönchengladbach. "Wir haben Spaß an einem Modell, das es wahrscheinlich macht, dass unser Spieler viel spielt", begründet Max Eberl diese Zwecks-Installation, die im Profigeschäft gar nicht so außergewöhnlich ist. "Es handelt sich hierbei um ein durchaus gängiges Modell, um dem Spieler viel Spielpraxis zu ermöglichen. Am Ende haben davon alle was", bestätigte Fortunas Vorstandsvorsitzender Robert Schäfer


Nach neun Spieltagen im deutschen Unterhaus ist nun klar: Mit der Leihe von Florian Neuhaus zu Fortuna Düsseldorf stehen am Ende alle Parteien als Gewinner da. Sowohl das Sammeln von Spielpraxis eines Gladbacher Spielers, als auch der sportliche Erfolg der Düsseldorfer sind Produkte einer sinnvollen Klausel und intelligenten Zusammenarbeit der beiden Vereine.