​Eine Mitgliederinitiative des SC Freiburg setzt sich vehement gegen die zunehmende Kommerzialisierung im Fußball ein. Dafür streben die Anhänger sogar eine Veränderung der Vereinssatzung an.


Im Juni dieses Jahres wurde die "Mitgliederinitiative Einzigartiger Sport-Club Freiburg e.V" gegründet. Sie setzt sich aus verschiedenen Mitgliedergruppierungen zusammen. Den Teilnehmern ist die fortlaufende Kommerzialisierung im Profifußball ein Dorn im Auge. Der Breisgau soll von diesen Entwicklungen weitestgehend verschont bleiben.


Die 50+1-Regel steht immer mehr auf der Kippe und so sieht der Sprecher der Initiative, Manuel Gaber, die Fans gefordert, sich dagegen einzusetzen. Konkrete Schritte erklärt der SC-Fan in einem Interview mit 11Freunde: "Konkret haben wir für die kommende Mitgliederversammlung im Oktober zwei Anträge gestellt: einen Antrag auf Satzungsänderung, der bei einer möglichen Ausgliederung den Einstieg von Investoren ausschließt. Und einen hinsichtlich der Rolle des Vereins in der Entwicklung des Profifußballs."

Zwar ist sich Gaber darüber im Klaren, dass sich der SC nicht vollkommen vor den Entwicklungen im Fußball verschließen kann, doch fordert er, "dass wir - die Mitglieder - das Herzstück unseres Verein bleiben müssen."


Gaber sieht die Stärke des SC Freiburg in seinem ruhigen Umfeld und der "bedingungslosen Identifikation mit dem Verein." Ein potenzieller Investor könnte diese beschauliche Fußballwelt aufmischen.


Mit den Verantwortlichen steht das Aktionsbündnis in engem Kontakt, auch wenn der Vorschlag einer Satzungsänderung auf wenig Gegenliebe stößt. 


Der SC ist eine der letzten drei verbliebenen Vereine in der Bundesliga, die ihre Fußballabteilung nicht als Teil einer Kapitalgesellschaft ausgegliedert haben.