Unstimmigkeiten bei 96: Horst Heldt wollte hinschmeißen

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Wie sich an der Tabelle nach dem fünften Spieltag der Bundesliga ablesen lässt, ist Hannover 96 für diese Saison eine erfolgreiche Zusammenstellung des Kaders gelungen. Doch noch vor dem Start in die neue Spielzeit rumorte es offenbar gewaltig hinter den Kulissen. Einem Medienbericht zufolge stand Sportvorstand Horst Heldt kurz davor, sein Amt zur Verfügung zu stellen.

Dem 1:1 in Freiburg am Mittwoch zum Trotz ist man in Hannover nach fünf Spieltagen mit starken elf Punkten mehr als zufrieden mit dem bisherigen Abschneiden. Doch offenbar ist nicht alles Gold, was glänzt. Hinter dem Vorhang scheint es bei den Niedersachsen gewaltig zu brodeln. Grund hierfür ist laut kicker Martin Andermatt, der bei den Roten als Sportausschuss-Vorsitzender im Aufsichtsrat der Fußball-GmbH angestellt ist.

So die offizielle Version. Inoffiziell sei Andermatt jedoch eine Art Alleskönner, der mit einem speziellen Beratervertrag ausgestattet sämtliche operativen Aktivitäten begleite und mitentscheide. „Wir müssen schauen, wie tragfähig sie ist“, äußert sich Heldt zur aktuellen Konstellation. Das führende Quartett ist aktuell aus Heldt, Andermatt, Trainer André Breitenreiter sowie dem Sportlichen Leiter Gerhard Zuber zusammengestellt.

Horst Heldt stand angeblich kurz davor, seinen Posten zu räumen

Scheinbar kam es im Zusammenhang mit Andermatt beinahe zum Rücktritt von Heldt. Hannovers Vereinsboss Martin Kind dachte darüber nach, Andermatt mit noch mehr Befugnissen auszustatten, was bei Heldt Rücktrittsgedanken ausgelöst haben soll. „Nur knapp schrammte der Aufsteiger daran vorbei, ehe sich die Wogen vorerst glätteten“, schreibt das Fachmagazin.

Andermatt zur derzeitigen Situation: „Es sind doch normale Prozesse, dass man bei verschiedenen Spielern über Kosten, Nutzen und die Zukunft diskutiert. Da sehe ich keine Probleme. Die gibt es eher, wenn alle nur nicken.“ Der Schweizer sei in Hannover als Aufsichtsratsmitglied und in beratender Funktion tätig, sagt der 55-Jährige, was weiterhin so gehandhabt werde: „Es geht dabei auch um das Gesamtkonstrukt und die strategische Ausrichtung des Vereins.“