​Impulsiver hätte der Auftritt von Franck Ribéry im ersten Champions-League-Spiel des FC Bayern gegen den RSC Anderlecht kaum verlaufen können. Trotz einer souveränen 3:0-Führung war der Franzose aufgrund seiner Auswechslung kurz vor Schluss stinksauer und pfefferte sein Trikot in Richtung Bayern-Bank. Einen Tag später erklärte der Franzose seinen Ausraster.


Franck Ribéry war gestern ganz groß in Fahrt – allerdings nicht nur in fußballerischer Hinsicht. Bereits während der Partie kam er Schiedsrichter Paolo Tagliavento empfindlich nahe. Obwohl der Unparteiische bereits Elfmeter zugungsten der Bayern und Rot für Anderlechts Sven Kums gegeben hatte, gab es aus Sicht Ribérys Gesprächsbedarf. Seine Antwort auf die Gelbe Karte: Er tätschelte dem Schiri als Entschuldigung die Wange, was dieser gerade so über sich ergehen ließ. 

Bayern Muenchen v RSC Anderlecht - UEFA Champions League

So impulsiv reagierte Ribéry auf seine Auswechslung!


Für noch mehr Wirbel sorgte allerdings Ribérys Reaktion auf seine Auswechslung in der 78. Minute. Obwohl beim Stande von 2:0 gegen die mit einem Mann weniger agierenden Belgier nichts mehr anbrennen konnte, hatte Rib kein Verständnis für seinen Trainer und feuerte sein Trikot gen Ersatzbank. Hasan Salihamidzic gefiel dieser Auftritt ganz und gar nicht. Die ​BILD zitiert den Sportdirektor folgendermaßen: "So etwas darf es beim FC Bayern nicht geben. Ich werde mit ihm darüber reden."


"Manche werden es nie verstehen"

"Brazzo" sollte sich jedoch keine großen Hoffnungen auf eine Entschuldigung des Spielers machen, der sein eigenes Verhalten via Twitter emotional erläuterte: "Manche werden es nie verstehen, was es bedeutet, alles für seinen Club zu geben und das tut mir leid für sie. Solange ich auf dem Feld stehe, werde ich, Frank Ribéry, unsere Farben verteidigen und in jedem Spiel mit all meiner Leidenschaft bei der Sache sein." 

FUSSBALL: BAYERN MUENCHEN

Vielleicht sollte es der FC Bayern dabei belassen, denn eigentlich ist diese Einstellung doch genau das, was der Verein und die Fans an Ribéry schätzen. Eigentlich war diese Szene harmlos – im Vergleich zu einem gewissen Jürgen Klinsmann, der einst aus Frust eine Werbetonne zertrat.