Die Europa League verpasst und am Wochenende zu Hause gegen Eintracht Frankfurt verloren: Wirklich zufrieden können die Fans von Borussia Mönchengladbach aktuell nicht sein. Abgesehen von der Momentaufnahme stimmt die Entwicklung des Traditionsvereins allerdings. Dies untermauerte Fohlen-Boss Stephan Schippers anhand von hochinteressanten Zahlen.


Dieses Statement von Stephan Schippers aus einem Interview mit dem ​Finance Magazin klingt zunächst ziemlich ambitioniert. "Wir sind noch wesentlich stärker gewachsen als die Bundesliga als Ganzes", erklärte der Geschäftsführer der Gladbacher. Nimmt man die Zahlen, mit denen er diesen Vergleich zu untermauern versuchte, versteht man die selbstbewusste Haltung. Seit 1999 habe sich der Umsatz des Vereins verzehnfacht. "Ohne große Transfererlöse und die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb bewegen wir uns bei einem Umsatz von 140 bis 150 Millionen Euro pro Jahr. Im Jahr 1999 lagen wir noch bei 16 Millionen Euro", bestätigte Schippers.

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Beständiges Mitglied der Bundesliga


Die Entwicklung der Fohlen ist tatsächlich beeindruckend. Mit Max Eberl weiß man einen Sportdirektor im Hintergrund, der seit Jahren erfolgreich die Fäden zieht und der sich mit Geschick auf dem Transfermarkt bewegt. Zwischenzeitlich als Fahrstuhlmannschaft verschrien, ist die Elf vom Niederrhein inzwischen seit 2008/09 ein fester Bestandteil der Beletage. Seit 2011/12 belegte man immer einen einstelligen Tabellenplatz. Da jedoch die bisherigen Leistungen in dieser Saison zu wünschen übrig ließen, machen sich die Fans Sorgen.


Transferpolitik von Gladbach bleibt bestehen

Die sportliche und wirtschaftliche Entwicklung geht bei Gladbach dennoch Hand in Hand, wie Schippers erklärte: „Wir stehen auf festem wirtschaftlichem Grund. Dies haben wir uns im letzten Jahrzehnt erarbeitet.“ Zudem stellte er sich demonstrativ hinter die Transferpolitik Gladbachs, die sich dadurch auszeichne, "dass wir junge Spieler finden wollen, die bei uns den zweiten oder dritten Schritt machen". 

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Wenn man diese Profis dann später gewinnbringend verkaufen könne, wie etwa im Fall von Granit Xhaka (für 45 Millionen Euro zum FC Arsenal) geschehen, dann hätte man alles richtig gemacht.