Robert Lewandowski sorgte jüngst mit einem Interview, in dem er die Vereinsführung und -philosophie kritisierte, für ordentlich Aufsehen. Stefan Effenberg, der den FC Bayern München und die Abläufe beim deutschen Rekordmeister bestens kennt, forderte nun das schier Unmögliche: Robert Lewandowski muss weg.


Loyalität? Fehlanzeige. In einem Interview mit dem Spiegel legte Robert Lewandowski seine Karten auf den Tisch und erklärte das Business Fußball. Nachdem der Pole Vereinstreue auf ein Hirngespinst reduziert hatte, schoss er in Richtung des FC Bayern München. "Bis heute hat Bayern München nie mehr als rund 40 Millionen an Ablösesummen für einen Spieler bezahlt. Im internationalen Fußball ist das schon längst eine Summe, die eher Durchschnitt als Spitzenwert ist", moniert Lewandowski, der sich beim FCB mehr Weltstars wünschen würde. Als Reaktion auf dieses Interview fordert Stefan Effenberg nun eine Trennung von Robert Lewandowski.


Lewandowski-Interview "ein Hammer"


Der Pole, bei aller Qualität, fiel in den vergangenen Monaten mehrfach negativ auf, kritisierte immer wieder Verein oder Mitspieler. Ein Unding, geht es nach Stefan Effenberg: "Lewandowski ist Spieler - in dieser Rolle sollte er sich solche Äußerungen gut überlegen und intern äußern", sagte Effenberg, der mit den Kernaussagen Lewandowskis zwar einverstanden ist, den Polen jedoch nicht in der Position sieht, solche Äußerungen öffentlich kundzugeben. Dass Lewandowski den Weg über die Medien gewählt hat, stößt bei Effenberg sauer auf: "Das ist ein Hammer!"

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Nimmt in seiner Kolumne Robert Lewandowski ins Kreuzfeuer: Stefan Effenberg 


Effenberg, früher als Spieler für den FC Bayern München am Ball, hält die Verpflichtung von internationalen Topstars beim deutschen Rekordmeister für nicht zwingend notwendig. Ganz im Gegenteil: In seiner Kolumne auf t-online forderte der 49-Jährige, in München müsse man sich "von den ausländischen Topspielern in den nächsten Jahren konsequent trennen, auch von Lewandowski. Der könnte nach Paris gehen, wo ja diese Summen bezahlt werden. Oder Barcelona." Von Torjäger Robert Lewandowski würde sich Stefan Effenberg in jedem Fall nicht auf der Nase herumtanzen lassen.