Von Schalke nach Wolfsburg nach Paris: Innerhalb weniger Monate wechselte ​Julian Draxler zuletzt den Club - und beinahe wäre er auch nach einem halben Jahr bereits wieder aus Frankreich verschwunden. Der Nationalspieler hätte in diesem Sommer wechseln können - wollte aber nur zu einem einzigen Club.


Erst kam Neymar, später auch noch Kylian Mbappé. Angel di Maria, Edinson Cavani, Lucas und Javier Pastore waren ja eh schon da. Und Julian Draxler natürlich, der sich plötzlich mächtiger Konkurrenz ausgesetzt sah. Einen festen Stammplatz hat der 23-Jährige bei dieser Auswahl längst nicht mehr.


Deshalb wurde lange spekuliert, ob Paris noch einen Offensivstar verkaufen würde. Denn nach den Ausgaben von 400 Millionen Euro, die Neymar und Mbappé kosten werden, sollten allein aus Financial-Fairplay-Gründen noch Spieler abgegeben werden.


Draxler wollte nur nach Spanien


Draxler galt zusammen mit di Maria als heißester Wechselkandidat. Ein Transfer kam allerdings nicht zustande. Das spanische Blatt Mundo Deportivo hat nun berichtet, dass Draxler nur zu einem ganz speziellen Verein wollte: dem FC Barcelona.


Zweimal sei der Berater vor Ort in Spanien gewesen, um Verhandlungen zu führen. Die Hoffnung der Draxler-Seite: Nach dem geplatzten Transfer von Philippe Coutinho würde Barcelona einen anderen Offensivspieler verpflichten wollen - und die Wahl würde hoffentlich auf Draxler fallen.

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Aber nichts da: Barcelona verpflichtete nach Ousmane Dembélé nicht noch einen zweiten, prominenten Offensivspieler. Und auch Paris wollte Draxler letztlich dann doch behalten, weil man Blaise Matuidi nach Juventus abgab und Grzegorz Krychowiak an West Brom verlieh.


Für einen Bankplatz ist Draxler definitiv zu gut. Vielleicht ergibt sich deshalb im Winter eine neue Möglichkeit, Paris zu verlassen. Das Liebste jedoch wäre ihm wohl, wenn er sich in Paris gegen die ganz großen Stars durchsetzt.