Mit sechs Punkten und vier zu null Toren in den ersten zwei Ligaspielen legten die Nürnberger den idealen Grundstein für eine Rückkehr in die BL. Doch ein weiterer Saisonverlauf in dieser Manier könnte durch den Verkauf von zwei Leistungsträgern gefährdet werden: Kevin Möhwald und Tim Leibold wechseln möglicherweise den Verein, wie die BILD berichtet.


Durch die starken Leistungen der letzten Spiele sind einige Bundesligisten auf die beiden 23-Jährigen aufmerksam geworden, Leibold soll zum Beispiel beim HSV ganz oben auf der Liste stehen. FCN-Trainer Michael Köllner zeigt sich allerdings von seiner sturen Seite, will keine Leistungsträger vor Saisonbeginn abgeben. „Da geht keiner mehr!“, gibt der Coach ein entschlossenes Statement ab. „Am Ende ist das Heft des Handelns ja in unseren Händen. Wenn einer gehen will, müssen die Verträge aufgelöst werden, und wenn wir ‚Nein‘ sagen, dann bleibt er bei uns. Punkt. Aus. Wir befinden uns nicht in der Bredouille irgendwelche Transfererlöse erzielen zu müssen.“


Dennoch bleibt der 47-Jährige bei allem Trotz natürlich realistisch und weiß, dass es auch auf die gebotene Summe ankommt: „Natürlich wird sich die Frage nach möglichen Verkäufen die nächsten drei Wochen noch häufiger stellen.“ Doch Köllner glaubt an die Charakterstärke seiner Kicker und hat „nicht den Eindruck, dass unsere Spieler unzufrieden sind beim Club. Die Leute, die in Regensburg im Kader waren, sind alle sehr geerdet und stehen mit beiden Beinen auf dem Boden.“

Sportvorstand Andreas Bornemann merkt an, dass es keine Option ist, die Youngsters ohne Erlös ziehen zu lassen. Beide haben noch einen Vertrag bis Sommer 2018, falls keine Verlängerung des Kontrakts erfolgt, muss man einen vorzeitigen Wechsel in Betracht ziehen. „Ich arbeite mit dem Berater von Möhwald und Leibold weiter an einer Verlängerung“, erklärt Bornemann. „Er kennt die Philosophie unseres Vereins und weiß, dass es Gift für uns wäre, wenn Leistungsträger mit auslaufenden Verträgen uns ohne Ablöse verlassen wollen.“


Die Spieler selbst geben noch keine klare Richtung vor, halten sich sowohl die Option auf einen Verbleib als auch auf einen Wechsel offen. „Wenn jetzt in den letzten Tagen der Transferperiode noch ein Verein kommt, der eine komische Summe für mich bietet, dann kann ich als Spieler ja nicht sagen, da will ich nicht hin. Es muss für alle Seiten passen, für den Verein und für mich. Deswegen ist hier noch alles offen“, erklärt Möhwald.