​Am vergangenen Freitag gab der SC Freiburg die Verpflichtung von Bartosz Kapustka bekannt. Der 20-Jährige wird für eine Saison vom englischen Klub Leicester City ausgeliehen. In einem Interview sprach der Offensivspieler unter anderem über seine Verletzung bei der U21-Europameisterschaft und seinen Wechsel in den Breisgau.

Im Sommer 2016 wagte Kapustka den Sprung in die Premier League, wo er sich dem Überraschungsmeister Leicester City anschloss. Bei den "Foxes" kam der 20-Jährige allerdings nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinaus und nur dreimal im FA-Cup zum Einsatz. 


"Es war von Anfang an ziemlich schwierig für mich. Ich bin erst eine Woche vor dem Saisonstart dort angekommen. Die Mannschaft war gerade englischer Meister geworden und die Erwartungshaltung hoch", wird der offensive Mittelfeldspieler auf der Freiburger Vereinshomepage zitiert. "Da war es für einen jungen neuen Spieler aus dem Ausland nicht so einfach reinzukommen."

Leicester City v Tottenham Hotspur - Premier League 2

Bartosz Kaputska (l.) bildet mit Matty Miles eine Mauer


Per Leihe ging es vor wenigen Tagen in den Breisgau. "Ich habe mehrmals mit den Verantwortlichen und dem Trainer gesprochen und hatte schnell das Gefühl, dass Freiburg mich wirklich haben möchte", erklärte der polnische Nationalspieler. "Natürlich habe ich auch mitbekommen, wie sich junge Spieler hier entwickelt haben und dass im Verein sehr seriös gearbeitet wird. Das ist mir wichtig. Außerdem ist die Bundesliga eine echte Herausforderung."

Die Verantwortlichen des Sportclubs sicherten sich zudem eine Kaufoption für Kapustka. 


Am Samstag brachen die Freiburger ins Trainingslager nach Österreich auf. Für den Neuzugang standen bislang nur individuelle Einheiten auf dem Programm. "Ich habe noch ein bisschen Probleme mit dem Sprunggelenk", erklärte der Pole. "Ich will aber schnell mit der Mannschaft auf den Platz und das dauert auch nicht mehr lange. Es geht mir zu 95 Prozent sehr gut, würde ich sagen." 

Die Verletzung am Sprunggelenk hatte sich der Youngster bei der U21-Europameisterschaft zugezogen: "Gleich im ersten Spiel gegen die Slowakei. Danach habe ich gar nicht mehr gespielt. Das war schon ärgerlich." Für die neue Saison hat sich der 20-Jährige einiges vorgenommen: "Ich will zurück zu meiner optimalen Form und natürlich wieder spielen. Dazu muss ich die vergangene Saison abhaken, gesund bleiben und Stabilität in mein Spiel bekommen. Daran arbeite ich."