Bislang verlief das Trainingslager für Borussia Dortmund in Asien ohne große Zwischenfälle. Nach der Durchreise in Japan ist die Mannschaft von Trainer Peter Bosz nun in China angekommen, wo es unter anderem ein Testspiel gegen den AC Milan geben soll. Heute aber gab es beim Training eine Schrecksekunde.


Bislang war die 2:3-Testspielniederlage gegen Rot Weiss Essen noch die aufsehenerregendste Meldung der bisherigen Vorbereitung beim BVB. Durch den 3:2-Sieg gegen die Urawa Reds am vergangenen Samstag konnte aber diese Scharte immerhin ausgewetzt werden, auch wenn spielerisch noch vieles im Argen lag. Daher schauen viele Fans bereits mit freudiger Erwartung der Begegnung mit dem AC Milan am morgigen Dienstag entgegen, auch um zu sehen, ob sich etwas an der defensiven Anfälligkeit getan hat.

Nebenbei beherrschen auch die Spekulationen um BVB-Ausnahmestürmer Pierre-Emerick Aubameyang weiter das Geschehen, zumal man morgen mit Mailand auf einen unmittelbaren Interessenten des Stürmers trifft. Heute aber schien die Vorfreude auf das Duell zunächst getrübt, denn im Training kam es zu einem unangenehmen Zwischenfall.


Keine Diagnose


Im Stadion von Guangzhou, wo die Mannschaft von Trainer Peter Bosz derzeit gastiert, humpelte Marcel Schmelzer mit bandagiertem Knöchel noch vor dem Ende der Einheit in die Kabine. Erste Meldungen erklärten, er sei umgeknickt und der Knöchel am rechten Fuß ist in Mitleidenschaft gezogen worden. Wie angeschlagen der Kapitän letztlich ist, oder ob es nur eine reine Vorsichtsmaßnahme war, damit nicht noch etwas Schlimmeres passiert, ist bislang nicht überliefert. Eine nähere Diagnose wird erst in Dortmund erwartet, wo sich die Mannschaft am Mittwoch wieder befinden wird. 

Der Defensive würde ein Ausfall ihres Kapitäns in der Vorbereitung jedoch alles andere als guttun, zumal sich die Abwehr in den bisherigen Partien als recht löchrig und fehleranfällig erwiesen hat. Hier muss der neue Coach in jedem Fall nachjustieren.