Seit längerer Zeit ist VfB-Angreifer Daniel Ginczek verletzungsfrei und kann die komplette Vorbereitung bei den Schwaben aus Stuttgart mitmachen. Das führt dazu, dass er seinem Sturmkollegen Simon Terodde, der den VfB mit 25 Toren in der abgelaufenen Saison beinahe im Alleingang zurück in die Bundesliga schoss, den Kampf ansagt.


Die Verletzungshistorie von Daniel Ginczek reicht für drei Spieler. In den vergangenen dreieinhalb Jahren zog er sich zwei Kreuzbandrisse zu, hatte einen Bandscheibenvorfall und mehrere kleinere Blessuren, die ihn immer wieder zum Zuschauen zwangen. Nun aber ist der Stürmer erstmals über einen langen Zeitraum wieder fit und sagt seinem Sturmkollegen Simon Terodde einen harten Kampf um den Platz in der Startelf an.

„Ich habe den Anspruch zu spielen“, erklärt der 26-Jährige im Fachmagazin kicker und fügt an: „Ich weiß, dass Simon viele Tore erzielt hat und sehr, sehr wichtig für uns ist. Dass ich mich aber nicht dauerhaft auf die Bank setzen will, weiß der Trainer. Ich habe den Anspruch zu spielen, auch wenn wir nur mit einer Spitze spielen. In der Vorbereitung habe ich die Chance, entsprechend auf mich aufmerksam zu machen.“ Dass es dort um mehr als bloße sportliche Rivalität ginge, schließt er aber aus. „Wir sitzen in der Kabine nebeneinander und haben auch neben dem Fußball Kontakt, wir verstehen uns.“


Ein langer Weg steht bevor


In der vergangenen Saison fiel Ginczek zunächst in der Hinrunde noch wegen eines Kreuzbandrisses und dem daraus resultierenden Trainingsrückstand aus, in der zweiten Saisonhälfte aber hatte auch er einigen Anteil am direkten Wiederaufstieg. Insgesamt machte er in der abgelaufenen Saison 19 Spiele, erzielte dabei vier Tore und bereitete sechs weitere Treffer vor.


Für die neue Saison geht es aber vor allem darum, sich zu stabilisieren, wie er ausführt. „Dem VfB sind alle Möglichkeiten gegeben, um mittelfristig wieder oben anzugreifen“, so Ginczek. „Aber das wird ein langer, schwieriger Weg, weil uns das Jahr in der 2. Liga weit zurückgeworfen hat.“ Er selbst ist aber vor allem wegen seiner Gesundheit guter Dinge. „Meinen Knien geht es gut, ich bin fit und voll belastbar. Ich habe mittlerweile drei Kilo abgenommen. Im Moment bin ich etwas unter meinem früheren Kampfgewicht von 86 Kilo angekommen.“