Am vergangenen Freitag feierte Augsburgs Caiuby seinen 29. Geburtstag, nachdem das zehntägige Trainingslager in Südtirol zu Ende ging. Neben seinem Ehrentag konnte der Brasilianer sich auch über seine Fitness freuen: Nachdem ihn ein Knorpelschaden vergangene Saison acht Monate lang zum Pausieren gezwungen hat, möchte der Lockenschopf nun wieder voll angreifen.​


"Kai-Uwe", wie Caiuby liebevoll von seinen Mitspielern genannt wird, ist wieder da, nachdem er letzte Saison eben nicht wirklich da war, jedenfalls nicht auf dem Rasen. Bereits nach dem 2. Spieltag war die Saison für ihn gelaufen. Zwar meldete er sich entgegen so mancher Erwartung noch in derselben Saison zurück - im Endspurt kamen noch drei Kurzeinsätze dazu -, zum Klassenerhalt hat er sportlich jedoch nicht wirklich beitragen können. 


Umso größer ist nun die Freude über die Wiedergenesung des kaputten Knies und das Ende der Leidenszeit, auch wenn das wohl ein paar Extra-Schichten für Caiuby bedeutet: "Die Zeit war echt hart. Es war meine erste große Verletzung. Ich habe daraus viel gelernt und weiß jetzt, was mein Körper braucht und wie ich mit ihm umgehen muss. Ich nehme mir beim Training Zeit für zusätzliche Übungen. Ich habe viel Zeit verloren und muss jetzt mehr machen als andere. Ich bin richtig froh, dass ich wieder auf dem Platz stehe", erzählte Caiuby dem ​Kicker

Froh werden auch die Verantwortlichen des FC Augsburg um Trainer Manuel Baum und Sportdirektor Stefan Reuter sein über die Rückkehr ihres Stürmers, dessen Heimat auf dem Rasen die linke offensive Seite ist. Nichtsdestotrotz konnte man nicht auf einen optimalen Heilungsverlauf des Brasilianers setzen, weshalb Reuter ordentlich nachgerüstet hat in der Offensive. Neuzugänge Marcel Heller, Michael Gregoritsch und Sergio Cordova sollen das Angriffsspiel in der kommenden Saison beleben, nachdem die Effizienz vorm gegnerischen Tor teilweise desolat war. 


Konkurrenz, mit der Caiuby sehr gut leben kann: "Das finde ich echt gut. Ich hatte in meinem Leben immer Druck und mag es, wenn die Konkurrenz groß ist." Mehr Flexibilität kann den Fuggerstädtern in der Tat nicht schaden. Durch langwierige Verletzungen von Raul Bobadilla und Alfred Finnbogason hatte Augsburg in der letzten Spielzeit oftmals Probleme vorm Tor. Am Ende wurde der mittlerweile nach Prag abgewanderte Halil Altintop mit überschaubaren sechs Toren vereinsinterner Torschützenkönig. Wer die Tore für Augsburg in der nächsten Saison schießt, wird sich zeigen. Mit dabei sein wird Caiuby jedoch laut eigener Aussage definitiv: "Ich habe noch ein Jahr Zeit und mache mir deshalb keine Gedanken. In der kommenden Saison werde ich auf jeden Fall in Augsburg spielen" 


Für den weiteren Verlauf der Karriere hält sich Caiuby nach seiner schweren Verletzung mit Prognosen zurück: "Mal schauen, wie lange der Körper noch mitspielt. In der Bundesliga sind die Belastung und das Tempo sehr hoch. Wenn ich irgendwann merke, dass es nicht mehr geht, muss ich mich für etwas anderes entscheiden."


Seit 2014 spielt Caiuby beim FCA, in 53 Bundesligaspielen gelangen ihm fünf Tore und sieben Vorlagen. Im Sommer 2018 endet sein Vertrag.