​Ist er der erhoffte "Kracher" den Uli Hoeneß so vollmundig angekündigt hatte? Für die Fans des FC Bayern München scheinbar schon. Der Wechsel von James Rodríguez zu den Bayern hat einen riesigen Hype ausgelöst. Im Online-Store des deutschen Rekordmeisters ist das Trikot mit der Nummer elf bereits in allen Größen ausverkauft. Und das obwohl sich seine Fans erst an seine neue Trikotnummer gewöhnen müssen.


Real Madrid CF v RC Deportivo La Coruna - La Liga

James trug bisher immer die Rückennummer zehn - so wie zuletzt bei Real und der kolumbianischen Nationalmannschaft. Das geht sogar soweit, dass einer seiner Spitznamen „El Diez" lautet ("Die Zehn"). Zuletzt kamen Gerüchte auf, er hätte mit Ausrüster Adidas eine vertragliche Vereinbarung, er müsse diese bei jedem Klub tragen. Gegenüber der Bild wiegelt Firmen-Sprecher Oliver Brüggen die angebliche Klausel allerdings als „totalen Quatsch" ab.


Fans laufen zunächst Sturm


Das Problem: Bei den Bayern trägt Arjen Robben (33) seit Jahren die ehrwürdige Rückennummer. Die Fans von James liefen deswegen auf Instagram Sturm und beleidigten den Niederländer unter seinem bisher einzigen Post teilweise aufs Übelste. James versucht indes die Wogen zu glätten: "Die Nummer zehn ist schon vergeben. Robben ist ein Spieler, der schon lange hier ist. Ich spiele mit der Nummer, die man mir geben wird" erklärte er. So läuft "El Diez" demnächst also mit der Elf auf. Diese wurde durch den Abgang von Douglas Costa zu Juventus Turin kurzfristig frei. Die meisten Fans scheinen das schnell akzeptiert zu haben - die neuen James-Trikots mit der ungewohnte Zahl auf dem Rücken sind heiss begehrt.

Bayern mit Kaufoption für James


James wird von Real Madrid zunächst für zwei Spielzeiten ausgeliehen. Pro Saison zahlen die Münchner angeblich fünf Millionen Euro Leihgebühr plus das Gehalt des 26-Jährigen (6 Millionen Euro im Jahr). Danach besitzen die Bayern eine Kaufoption auf den Kolumbianer in Höhe von 38 Millionen Euro. Der Vertrag von James würde sich dann automatisch bis 2022 verlängern. Klingt etwas kompliziert, ist aber ein echtes Schnäppchen, wenn man bedenkt, dass Real nach der WM 2014 noch 75 Millionen Euro für den kolumbianischen Nationalhelden bezahlte.