André Schürrle war einer von Millionen Zuschauern, die das gestrige Ausscheiden seiner Teamkollegen in Monaco hautnah vor dem heimischen TV-Gerät verfolgten. Seit dreieinhalb Wochen fehlt der Nationalspieler seiner Mannschaft. Wann er wieder auf den Platz, geschweige denn in das Training zurückkehren wird, ist derzeit noch Zukunftsmusik.

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Noch am 26. März brillierte André Schürrle im Tenü der deutschen Nationalmannschaft. Im WM-Qualifikationsspiel in Aserbaidschan glänzte Borussia Dortmunds Nummer 21 mit zwei Toren und einer Vorlage. „Der Trainer schenkt mir Vertrauen, sagt das auch öffentlich. Dann kann ich das auch zurückzahlen“, dankte der Flügelstürmer nach dem Spiel Bundestrainer Joachim Löw. Seither ist es still um ihn geworden.


Wie sich im Nachgang der Partie herausstellte, hatte Schürrle schon früh eine Prellung am Fußgelenk erlitten, biss jedoch auf die Zähne. Hat der 26-Jährige damit zu viel Ehrgeiz bewiesen? Es scheint so. „Sehr weit weg von Training und Mannschaftstraining“ sei der Nationalstürmer laut Thomas Tuchel. Bei Schürrle sei „der Schmerz im Knochen so stark“, das derzeit nicht daran zu denken sei, ihm irgendeiner Belastung auszusetzen.


Im Bereich Ferse und Achillessehne liegt der Ursprung allen Übels. Ob Schürrle in den kommenden Wochen nochmal auf das Gaspedal treten wird, um seine bisher dürftige Saisonbilanz von fünf Toren und vier Assists in 25 Pflichtspielen auszubauen, ist mehr als fraglich. Der gebürtige Ludwigshafener war zu Saisonbeginn auf ausdrücklichem Wunsch von Tuchel für 30 Millionen Euro verpflichtet worden.