Stefan Kutschke spielt für Dynamo Dresden die Saison seines Lebens. Für die Sachsen könnte am Ende eines zum Problem werden: Der Torjäger ist nur vom 1. FC Nürnberg ausgeliehen und besitzt am Valznerweiher noch einen gültigen Vertrag bis 2018. Der chronisch klamme Club hält somit das Heft des Handelns in der Hand. Geht es nach Kutschke, scheint dessen weiterer Werdegang bereits festzustehen.


In Dresden fühlt sich Stefan Kutschke mehr als wohl. Schließlich stürmt er seit vergangenem Winter wieder für seinen Heimatklub Dynamo in seiner Geburtsstadt. Mit dem achtmaligen DDR-Meister rangiert der Torjäger aktuell auf einem überraschenden fünften Rang des Zweitliga-Klassements. Für Kutschke könnte es schlichtweg nicht besser laufen.

Fortuna Duesseldorf v SG Dynamo Dresden - Second Bundesliga

16 Tore in 29 Einsätze stehen in dieser Saison zu Buche. „Ja, das ist das Geilste, was ich je erlebt habe. Ich glaube, es liegt viel am familiären Umfeld, dass ich gerade so viele Tore schieße“, erklärte Kutschte der Sport Bild auf die Frage, ob er aktuell die beste Zeit seiner Karriere erlebe. Beim 1. FC Nürnberg steht Kutschke noch bis 2018 unter Vertrag. Für ihn spiele Dresden in den Verhandlungen die „größte Rolle“, sagte der Angreifer. Die SGD will den Goalgetter fest unter Vertrag nehmen, muss ich aber den Ablöseforderungen der Nürnberger stellen.


Kutschke: „Nürnberg war die schlimmste Zeit meiner Karriere


An seine Zeit am alten Zabo erinnert sich Kutschke nur ungern zurück. Noch unter René Weiler wurde der 28-Jährige suspendiert und durfte nur noch mit der zweiten Mannschaft trainieren. Auf die Frage, wie er seine Zeit beim Club einordnen würde, antwortete Kutschke: „Als die schlimmste Zeit meiner Karriere. Ich hatte mich riesig auf den Verein gefreut. Nach zwei, drei Wochen im Mannschaftstraining hat man mir gesagt, dass sie nicht mehr mit mir planen.“


Und weiter: „Wahrscheinlich nur, weil sich Trainer und Sportdirektor nicht einig waren und im Clinch lagen. Ich wurde vom Training suspendiert, durfte nicht mehr in die Kabine. Das war hart, weil ich mir nie was zuschulden kommen ließ.“ Klare Worte von Kutschke, der offensichtlich keine Lust mehr hat, noch einmal für Nürnberg aufzulaufen. Nun kommt es darauf an, in welche Richtungen die Verhandlungen zwischen beiden Parteien verlaufen werden.