Der FC Bayern scheitert in der Champions League nicht nur an Real Madrid - auch der ungarische Schiedsrichter der Partie Viktor Kassai entpuppte sich als echter Gegenspieler der Münchener. Gleich zwei Abseitstore und ein Platzverweis erhitzten zurecht die Gemüter der Bajuwaren. Allen voran bei Franck Ribéry. Der machte seinem Ärger direkt nach Abpfiff der Partie auf Instagram Luft.


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"1 Jahr harte Arbeit. Bravo Schiri!", postete der Franzose auf dem sozialen Netzwerk. Dazu ein Foto des Tores zum 2:2-Ausgleichstreffer durch Cristiano Ronaldo, das eindeutig belegt, dass sich der Portugiese in strafbarer Abseitsstellung befand. Auch das zweite Tor des Weltfussballers hätte nicht zählen dürfen. Hier übersah das Schiri-Gespann ebenfalls eine Abseitsposition. Der Frust der Bayern, er ist verständlich.


Neben Ribéry waren aber auch Arjen Robben und Mats Hummels sehr verärgert über die Leistung des Unparteiischen. "Wenn ein Spiel durch solche Fehlentscheidungen entschieden wird, ist das Wahnsinn. Das war ja nicht nur ein Fehler", schimpfte der Holländer, der immerhin in der zweiten Halbzeit einen Elfmeter zugesprochen bekam. Hummels drückte seinen Ärger deutlich solidarischer aus und erklärte Kassai habe einen "eklatant schlechten Tag erwischt."


Karl-Heinz Rummenigge fand deutlichere Worte und brachte auf den Punkt, was viele nach dem Spiel dachten: "Wir sind beschissen worden, im wahrsten Sinne des Wortes", erklärte der Vorstandsvorsitzende auf der obligatorischen Bankettansprache nach der Partie. "Ich muss sagen, ich habe heute zum ersten Mal so etwas wie wahnsinnige Wut in mir, Wut, weil wir beschissen worden sind."


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Auch der sonst so ruhig wirkende Bayern-Coach Carlo Ancelotti ließ auf der Pressekonferenz ordentlich Dampf ab: "Das kann im Fußball manchmal passieren, aber nicht so eine Serie von Fehlern. Es kann nicht sein, dass solche Fehler ein Champions-League-Viertelfinale entscheiden", betonte der Italiener und forderte die Einführung des Videobeweises: "Der Schiedsrichter könnte Hilfe durch den Videobeweis bekommen."


Die Bayern erreichen nun das erste Mal seit 2011 nicht die Runde der letzten Vier. Damals scheiterte man im Achtelfinale an Titelverteidiger Inter Mailand. Immerhin kann man sich in München nun voll und ganz auf die Bundeliga und das anstehende Pokalhalbfinale gegen Borussia Dortmund konzentrieren.