Werder Bremen befindet sich schier unaufhaltsam im steilen Sinkflug. Trainer Alexander Nouri griff vor dem Spiel gegen Mainz am Samstag (15.30 Uhr) nach dem letzten Strohhalm und beraumte ein Kurz-Trainingslager an. Die Gerüchteküche um den angezählten Coach brodelt bereits – möglicher Nachfolger: Bruno Labbadia. Sportchef Frank Baumann hat sich inzwischen zu den Spekulation geäußert.

Werder Bremen v 1. FC Koeln - Bundesliga

Vier Niederlagen in Folge musste Werder Bremen im neuen Jahr bereits zur Kenntnis nehmen. Trainer Alexander Nouri will im Kurz-Trainingslager vor dem Bundesligaspiel in Mainz den Teamgeist stärken und den Einzeldialog mit seinen Spielern suchen. Es könnte die letzte Amtshandlung des 37-Jährigen für den Weserklub sein. Medienberichten zufolge ist das Spiel in Rheinhessen Nouris letzte Chance, sich auf dem angesägten Trainerstuhl zu halten.


Als möglicher Nachfolger wurde bereits Bruno Labbadia in die Runde geworfen. „Wir sind davon überzeugt, das mit Alex durchzustehen. Es gab keine Gespräche und Treffen mit anderen Trainern“, antwortet Sportchef Frank Baumann der Bild auf die Frage, ob er bereits bei Labbadia vorgefühlt habe. Nach der Niederlage gegen Gladbach (0:1) fand Baumann deutliche Worte, was die Zukunft von einigen Spielern angeht.


Acht Verträge laufen Ende Juni dieses Jahres aus, unter anderem sind Clemens Fritz, Santiago García und die beiden Torhüter Felix Wiedwald sowie Jaroslav Drobny betroffen. „Dass wir auch für Spieler mit laufenden Verträgen nach Lösungen suchen würden. In der Hinrunde haben wir einige Spieler zur U23 geschickt. Das ist ebenfalls eine Möglichkeit“, erklärt Baumann. Somit könnten auch Sambou Yatabaré & Co. wieder eine Chance erhalten.


Von Nouri, dessen Vertrag ebenfalls zum Saisonende ausläuft, ist Baumann nach wie vor überzeugt: „Alex hat gezeigt, dass er Impulse setzen und mit der Mannschaft über Wochen erfolgreich sein kann. Wir waren auch jetzt in allen Spielen nah dran an einem Punktgewinn. Das muss alles in die Bewertung einfließen.“ Baumann wolle das Spiel in Mainz unbedingt gewinnen – verliert Werder das Match, wird es das wohl für Nouri gewesen sein.